Ist Friedrich Merz noch Bundeskanzler?
Leider ja.
Seit dem 06.05.2025, also seit 488 Tagen.
20,8 %
AfD bei der Bundestagswahl 2025
27,6 %
AfD im Umfragetrend, Stand 05.09.2026 (+6,8)
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Der Trendwert oben ist der Mittelwert der jeweils neuesten Umfrage jedes Instituts, höchstens 21 Tage alt; das gleicht Institutseffekte aus. Über alle Umfragen seit Amtsantritt: Pearson-Korrelation zwischen Tagen im Amt und AfD-Wert r = 0,76, lineare Steigung +0,9 Punkte je 100 Tage. Das ist eine Korrelation mit der Zeit, keine Ursachenanalyse; die Überschrift dieser Seite behauptet mehr, als die Daten zeigen können.
Daten: dawum.de, Lizenz ODC-ODbL, Datenbankstand 2026-09-06. Seite gebaut am 06.09.2026. Die Umfragewerte sind Projektionen der Institute, keine Prognosen.
Und wenn er bleibt?
Bleibt Friedrich Merz bis zum spätesten regulären Wahltermin am 25.03.2029 im Amt und setzt sich der bisherige Trend geradlinig fort, dann steht die AfD an diesem Tag hier:
36,2 %
Das ist in 931 Tagen, nach 1419 Tagen Amtszeit. Heute sind es 27,6 % (+8,6 Punkte).
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Die Rechnung
Über alle 327 Bundestagsumfragen seit Amtsantritt steigt der AfD-Wert um +0,9 Punkte je 100 Tage (r = 0,76). Verlängert bis zum Wahltag landet diese Gerade bei 36,2 %; das 95-%-Prognoseband für eine einzelne Umfrage an diesem Tag reicht von 33,9 % bis 38,6 %. Bei der Bundestagswahl 2025 waren es 20,8 %.
Nimmt man nur die 122 Umfragen der letzten 180 Tage, ergibt dieselbe Rechnung 45,0 %. Der Abstand zwischen beiden Zahlen zeigt, wie stark das Ergebnis davon abhängt, welchen Ausschnitt man betrachtet. Die 30-Prozent-Marke liegt auf dieser Geraden am 24.04.2027, das sind 230 Tage ab heute.
Warum das keine Prognose ist
Dieser Abschnitt rechnet eine Gerade weiter, mehr nicht. Als Wahlprognose taugt das nicht. Dagegen spricht mindestens:
- Kein Sättigungspunkt. Eine Gerade wächst unbegrenzt. Parteianteile tun das nicht; sie stoßen an Obergrenzen, lange bevor die Arithmetik das täte.
- Zeit ist keine Ursache. Die Korrelation besteht mit dem Kalender, nicht mit einer Politik. Was den Wert tatsächlich treibt, steht in diesen Daten nicht.
- Zweieinhalb Jahre sind lang. Koalitionen, Kandidaturen, Wirtschaftslagen, Verfahren, ein Amtsende – jedes davon bricht die Gerade.
- Umfragen sind keine Wahlergebnisse. Die Institute veröffentlichen Projektionen des heutigen Stimmungsbilds, keine Vorhersagen für einen künftigen Termin. Die Unterschiede zwischen den Instituten sind systematisch, nicht zufällig.
- Der Termin steht nicht fest. Der 25.03.2029 ist der späteste reguläre Wahltag. Eine vorgezogene Wahl verkürzt die Strecke und senkt damit auch die fortgeschriebene Zahl.
Belastbar ist an dieser Rechnung deshalb nicht die große Zahl, sondern die Richtung: Der Wert steigt bisher, über 488 Tage hinweg, ziemlich stetig. Ob er das weiter tut, entscheidet keine Regressionsgerade.